Dein Selbstwert als Konstante

Elena Wienkotte | 26.06.2020 | Allgemein

Das Thema Selbstwert ist in aller Munde. Mich begleitet es von Kindertagen an, ohne dass dieses Wort damals benutzt wurde. Es war immer das Gefühl, nicht gut und nichts wert zu sein. Mir wurde das Gefühl vermittelt – ohne direkte Worte -. Niemand sagte: „Du bist nichts wert.“ Dennoch war es meine Schlussfolgerung, die ich als Kind, als Jugendliche und als (junge) Erwachsene aus den Handlungen und Aussagen meiner Familie zog.

Einmal fragte mich eine weise Frau: „Stell Dir vor, eine Mutter hat ein Baby auf dem Arm. Wieviel Wert hat dieses Baby?“

„Was für eine Frage“ dachte ich. Sie hatte mich sprachlos gemacht. Es ratterte in meinem Gehirn. Der Verstand versuchte es zu fassen. Wie soll man den Wert eines Babys ermitteln? Mein Herz lächelte dazu, denn es war klar, dass es allen Wert hat und alle Liebe aller Welten verdient. 

Die kluge Frau legte nach: „Verändert sich der Wert dieses Babys, wenn es älter wird?“

„Natürlich nicht.“ Aber in den Augen der anderen oder in den eigenen Augen vielleicht schon.

Wie kann das sein?

Die Antwort ist: Der Wert oder der Selbstwert ist und bleibt eine Konstante. Er ist wie ein Naturgesetz, das immer gilt.

Dasjenige aber, was sich ändert und was Schwankungen unterworfen ist, die das Gefühl des Wertes, den man sich selbst oder anderen gibt.

Das S E L B S T W E R T G E F Ü H L schwankt je nach Erfahrung, Stimmung und Tagesform.

Wandert also mein Selbstwertgefühl mal wieder in den Keller und fühle ich mich wertlos, dann stelle ich mir das Baby auf dem Arm einer liebenden Mutter vor. Auf diese Weise kann ich mein schwankendes Selbstwertgefühl in einem Moment updaten auf die unveränderbare Konstante des wahren Selbstwertes, der unvorstellbar hoch ist.

 

 

 

Ein Kommentar

  • Liebenden herzlichen Dank für Deine Liebe in diesen Worten ! Gruß aus Aachen 🙂 Antje

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